Heute glänzend, morgen überholt: KI-Webseiten auf dem Prüfstand
KI kann heute in wenigen Minuten komplette Webseiten erstellen – inklusive Texten, Bildern, Layout und sogar Quellcode. Doch eine Webseite ist mehr als ein fertiges Produkt: Sie ist ein langfristiges digitales Werkzeug.
Das Problem: Schnell erstellt bedeutet nicht langfristig gut
Der größte Vorteil von künstlicher Intelligenz (KI) ist gleichzeitig eine ihrer größten Schwächen: Geschwindigkeit. Eine KI kann innerhalb kürzester Zeit eine optisch ansprechende Webseite erstellen. Für eine einfache Landingpage oder einen ersten Prototypen kann das durchaus sinnvoll sein.
Doch eine professionelle Webseite muss mehr leisten als gut auszusehen. Sie muss sich an die Entwicklung eines Unternehmens anpassen, technisch gepflegt werden, bei Google gefunden werden, Besucher zu Kunden führen und gegebenenfalls mit anderen Systemen wie CRM, Buchhaltung, Newsletter-Tools oder Buchungssystemen verbunden werden.
“Eine KI kann bei der Erstellung und beim Betrieb einer Webseite unterstützen. Sie kann diese langfristige Verantwortung aber nicht automatisch übernehmen.”
Laura Jane Hoffmann | Gründerin | LJAY Agency
1. Der Code kann funktionieren – muss aber nicht nachhaltig sein
KI-generierter Code ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Moderne KI-Tools können erstaunlich guten Code erzeugen. Das Problem entsteht häufig, wenn die Webseite über Jahre hinweg weiterentwickelt werden soll. Werden beispielsweise immer wieder einzelne Änderungen durch verschiedene KI-Tools vorgenommen, können sich unnötige Abhängigkeiten, doppelte Funktionen oder schwer nachvollziehbare Strukturen entwickeln. Am Anfang funktioniert alles problemlos. Aber schon nach kurzer Zeit stellt sich die Frage: Wer versteht eigentlich noch, wie diese Webseite aufgebaut ist?
Eine langfristig gute technische Lösung sollte deshalb nicht nur funktionieren, sondern auch dokumentiert, wartbar und erweiterbar sein.
2. Eine Webseite braucht laufende Pflege
Eine Webseite ist nach der Veröffentlichung nicht fertig. Technologien verändern sich. Browser entwickeln sich weiter. Sicherheitslücken werden entdeckt. Schnittstellen ändern sich. Plugins und Frameworks benötigen Updates. Auch Inhalte müssen regelmäßig angepasst werden. Preise werden angepasst, Dienstleistungen kommen hinzu, Mitarbeiter wechseln, neue Kundenfragen entstehen und Suchmaschinen verändern ihre Anforderungen. Eine KI kann bei vielen dieser Aufgaben helfen. Sie ersetzt aber nicht automatisch einen Prozess für Wartung und Qualitätssicherung.
Wer eine Webseite langfristig betreiben möchte, braucht deshalb nicht nur einen Ersteller, sondern ein Konzept für ihre Weiterentwicklung.
3. Gute SEO/GEO entsteht nicht auf Knopfdruck
Ein weiterer häufiger Irrtum betrifft die Suchmaschinenoptimierung. Viele KI-Tools können inzwischen Texte schreiben, Meta-Beschreibungen erstellen und Überschriften optimieren. Das ist hilfreich – aber SEO (Search Engine Optimization) und GEO (Generative Engine Optimization) umfassen deutlich mehr.
Entscheidend sind unter anderem: die Suchintention der Zielgruppe, eine sinnvolle Seitenstruktur, hochwertige und relevante Inhalte, interne Verlinkungen, technische Performance, eine gute Nutzererfahrung, Vertrauen und fachliche Autorität und kontinuierliche Aktualisierung.
Eine KI kann bei vielen dieser Punkte unterstützen. Sie kennt jedoch nicht automatisch die Besonderheiten eines Unternehmens und seiner Kunden. Ein generischer Text wie „Wir bieten innovative Lösungen für Ihre individuellen Bedürfnisse“ klingt zwar professionell, bietet dem Besucher jedoch keinen Mehrwert.
4. Viele KI-Webseiten sehen sich ähnlich
Auch beim Design entsteht ein interessantes Problem. KI kann sehr schnell moderne Layouts erstellen. Gleichzeitig greifen jedoch viele Systeme auf ähnliche Designmuster zurück. Das Ergebnis: Die Webseite sieht professionell aus – aber auch ein bisschen so wie viele andere und oft sehr überladen. Gerade für ambitionierte Unternehmen kann das problematisch sein. Die eigene Webseite sollte schließlich nicht nur modern aussehen, sondern die Identität des Unternehmens vermitteln.
Was macht das Unternehmen anders? Warum sollte ein Kunde genau hier kaufen oder anfragen? Welche Werte, Erfahrungen und Kompetenzen stehen dahinter? Diese Fragen lassen sich nicht allein durch generisches KI-Layout beantworten.
5. KI kennt das Unternehmen nicht so gut wie ein Mensch
Eine KI arbeitet mit den Informationen, die man ihr zur Verfügung stellt. Sie weiß nicht automatisch, warum bestimmte Kunden seit zehn Jahren einem Unternehmen treu sind. Sie kennt nicht jedes Gespräch und weiß nicht automatisch, welche Formulierung im Vertrieb besonders gut funktioniert. Genau dieses Wissen ist aber für eine gute Webseite entscheidend.
Eine erfolgreiche Webseite entsteht deshalb häufig aus einer Kombination aus KI, Fachwissen, Strategie und menschlicher Erfahrung. Nicht aus KI allein.
Die Folge: Die günstige Webseite kann langfristig teuer werden
Wichtig für Unternehmen ist es deshalb zu verstehen, dass nicht nur die Erstellung einer Webseite Kosten verursacht. Auch spätere Änderungen, Fehlerbehebungen, Erweiterungen, Migrationen und technische Probleme können Aufwand bedeuten. Eine Webseite, die heute günstig erscheint, kann langfristig teuer werden, wenn sie später aufwendig angepasst oder sogar komplett neu aufgebaut werden muss.
Und dabei geht es nicht nur um direkte Kosten. Eine rein KI-generierte Webseite kann auch Potenzial verschenken – etwa durch fehlende Individualität, ungenutzte Möglichkeiten oder mangelnde Verbindung zur eigenen Marke.
Deshalb sollte man nicht nur fragen: „Was kostet die Webseite heute?“ Sondern auch: „Was kostet es, diese Webseite fünf Jahre lang sinnvoll zu betreiben – und welches Potenzial verschenke ich dabei?“ Das verändert die Perspektive erheblich.
“Wo Texte und Gestaltung schnell generiert werden, fehlen häufig die langfristige Strategie, die persönliche Note und damit ein Stück Authentizität.”
Laura Jane Hoffmann | Inhaberin | LJAY Agency
Die bessere Lösung: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz
All das bedeutet nicht, dass KI in der Webentwicklung keine Zukunft hat. Im Gegenteil. KI kann den gesamten Entwicklungsprozess deutlich effizienter gestalten. Sie kann beispielsweise helfen bei der der Erstellung von ersten Konzepten, der Strukturierung von Webseiten, Textentwürfen, Recherche, Programmierung, Fehlersuche, SEO-Analysen, Bildideen, Übersetzungen, Content-Produktion und laufenden Optimierungen.
Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie KI eingesetzt wird. Eine Webseite vollständig von einer KI erstellen zu lassen und sie anschließend der KI selbst zu überlassen, ist etwas anderes, als KI als Werkzeug in einem professionellen Entwicklungsprozess einzusetzen. Die langfristig sinnvollere Strategie besteht deshalb nicht darin, KI zu vermeiden, sondern sie richtig einzusetzen. Dabei übernimmt die KI viele zeitaufwendige Aufgaben. Die strategischen Entscheidungen, die Qualitätskontrolle und die Verantwortung bleiben jedoch beim Menschen.
So entsteht eine Webseite, die nicht nur heute funktioniert, sondern auch morgen weiterentwickelt werden kann. Wer KI als Werkzeug versteht, kann von ihrer Geschwindigkeit und Effizienz enorm profitieren. Wer dagegen glaubt, mit einem einzigen KI-Prompt seien die nächsten fünf Jahre erledigt, könnte später feststellen, dass die vermeintlich einfache Lösung doch nicht so nachhaltig ist.
“Eine gute Webseite ist kein einmalig erstelltes KI-Produkt. Sie ist ein digitales System, das sich mit einem Unternehmen weiterentwickeln muss.”
Laura Jane Hoffmann | Gründerin | LJAY Agency
Almost Home: KI unter der Haube, Strategie am Steuer
Genau hier setzt LJAY Agency an. Wir nutzen KI dort, wo sie Prozesse beschleunigt und effizienter macht und kombinieren sie mit Strategie, Erfahrung und persönlicher Betreuung. So entstehen Webseiten, die nicht nur schnell online sind und modern aussehen, sondern auch langfristig funktionieren, gefunden werden und mit dem Unternehmen wachsen können.
Ein gutes Beispiel dafür ist Almost Home Hamburg. Die Website wurde zunächst bewusst mit dem minimalen Funktionsumfang online gestellt, im Rahmen eines sogenannten Minimum Viable Products. Damit konnten die Go-to-Market-Kosten niedrig gehalten werden. Anschließend wurde die Webseite Schritt für Schritt erweitert und an die Entwicklung des Unternehmens angepasst.
Auch KI kam dabei zum Einsatz – unterstützend bei der Texterstellung und beim Schreiben von Code. Die Entscheidungen und die Weiterentwicklung der Website blieben jedoch Teil eines professionellen, menschlich begleiteten Prozesses. Zuletzt wurde die Website unter anderem um einen Blog und ein UX-optimiertes Anfrageformular erweitert. Dadurch konnten die Anfragen erneut deutlich gesteigert und vor allem besser vorqualifiziert werden.
All das bestätigt, worum es bei einer guten Website geht: Sie muss nicht am ersten Tag perfekt und vollständig sein. Entscheidend ist, dass sie eine solide Grundlage bildet, die sich über die Jahre weiterentwickeln lässt – und so zu einem echten digitalen Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen wird.
“Über die Website konnte Catherine bislang über 50 Professionals gewinnen, die sie beim Neuanfang in Hamburg unterstützt hat.”
Laura Jane Hoffmann | Gründerin | LJAY Agency
“Ich arbeite seit 2017 mit LJAY Agency zusammen – und ehrlich gesagt, besser geht’s kaum. Die Webseite hat meinem kleinen Unternehmen genau den professionellen, vertrauenswürdigen Auftritt gegeben, den ich mir gewünscht habe.”
Catherine Bashford | Inhaberin | Almost Home Hamburg
Über die Autorin
Laura Jane Hoffmann ist Gründerin von LJAY Agency und Expertin für Content Marketing, Social Media und digitale Kommunikation. Mit ihrer global aufgestellten Agentur arbeitet sie international und bringt dabei Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen in ihre Arbeit ein. In ihren Beiträgen teilt sie Impulse rund um Content, Social Media und die Entwicklungen, die moderne Markenkommunikation prägen.
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Zuletzt aktualisiert: bei Veröffentlichung
Foto Copyright: Laura Jane Hoffmann | Kuba | 2014
Quellen: Almost Home Hamburg